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 siehe auch Zubehör:
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Letzte Aktualisierung:
22-Mai-2008
Apple Computer Inc.

Wozniak / JobsDie Geschichte von Apple begann 1976 in einer Autogarage. Steve Wozniak hatte endlich das Geld zusammengekratzt, um seinen Traum zu verwirklichen: die Entwicklung eines eigenen Computers. Zusammen mit Steve Jobs gründete er die Firma Apple und schusterte den in einem in einem Holzgehäuse untergebrachten Apple I auf Basis einer MOS 6502 CPU zusammen. Wozniak entwickelte noch ein Basic dazu, dann präsentierten sie das Gerät zum ersten Mal im legendären Homebrew Computer Club der Stanford University. Dort war man war begeistert, die ersten Bestellungen für den Computer gingen bei Apple ein. Reich wurden die beiden mit diesem ersten Apple Modell jedoch noch nicht.

Doch Wozniak und Jobs waren dadurch nicht entmutigt, sogar eine Übernahmeangebot von Commodore hatten sie ausgeschlagen. Wozniak wollte erfolgreiche Computer bauen und Jobs hatte großangelegte Werbekampagnen im Kopf. Nur ein potenter Geldgeber wurde benötigt, und der wurde mit Mike Markkula gefunden, einem ehemaligen Intel-Mitarbeiter.

Mike Markkula wurde als Geschäftsführer mit ins Apple-Boot genommen. 1977 begann die Entwicklung des Apple II. Erstmalig für einen PC war der Apple II nicht in einem Holz- oder Stahlgehäuse, sondern inclusive der Tastatur in ein spezielles Plastikgehäuse eingebaut. Der Apple II wurde - zusammem mit dem Commodore PET und dem Tandy TRS-80 - zum Synonym für den Begriff "Personal Computer" und sollte eine lange Fertigungszeit vor sich haben. Natürlich mit technischen Aufwertungen, aber schon in diesem ersten Modell waren Farbgrafik, ein dementsprechendes ROM-Basic sowie genügend Erweiterungsplätze für Zusatzkarten vorhanden. Und weil Apple jetzt richtig Umsatz machte, konnte 1978 der Firmensitz nach nach Cupertino (Kalifornien) verlegt werden. Im gleichen Jahr erfolgte mit dem Apple II europlus bereits der Schritt auf den europäischen Markt, mit 48K RAM, einer auf europäische Normen umschaltbaren Tastatur und PAL-Ausgang.

Apple war immer bereit, hohes Risiko zu gehen (ist die Firma heute noch). So erschien 1980 mit dem Apple III ein vollkommen neues Modell. Seine Auslegung sollte mehr als die Apple II-Linie auf Geschäftskunden ausgerichtet sein. Doch der Absatz des Geräts war schlecht, nicht zuletzt wegen vieler Fehler im Hardwarebereich und im neuen (zweifellos genialen) Betriebssystem SOS. Zum Glück lief der Verkauf der Apple II so gut (Apple machte 1980 bereits über 100 Millionen $ Umsatz), das man diesen ersten Flop verkraften konnte.

Als 1981 IBM mit seinem PC auf den Markt kam, wurde für Apple die Situation schwieriger. Der Absatz ging zurück, was aber die Apple-Denkfabrik nur animierte, einen neuen revolutionären Computer zu planen.

1983 konnte das Ergebnis dieser Planungen einer staunenden Weltöffentlichkeit präsentiert werden: das erste Modell der Lisa (Mac XL). Basierend auf dem brandneuen Motorola 68000 war die Lisa der erste kommerziell verfügbare Computer mit einer grafischen, mausgesteuerten Benutzeroberfläche (GUI, Grafical User Interface). Doch der hohe Preis von über 10000$ (aufgrund der aufwendigen Hardware durchaus zu rechtfertigen) schreckte viele potentielle Käufer ab. Die Zeit war vielleicht auch noch nicht reif für einen Computer wie die Lisa. Im gleichen Jahr begann jedoch der Verkauf des Apple IIe, einer Weiterentwicklung des Apple II+, u.a. mit 64KB RAM ab Werk. Der IIe sollte zur am längsten gebauten Maschine der bisherigen Computergeschichte werden, seine Produktion wird erst 1993 eingestellt. Wieder hatte Apple das Glück, einen erfolgreichen Computer am Markt zu haben, um die Lisa-Verluste auszugleichen.

Mit einem riesigen Werbeaufwand wurde 1984 ein weiterer Versuch gestartet, einen Computer mit GUI auf dem Markt zu etablieren. Die Hardwarepreise für 16-Bit Bauteile waren in der Zwischenzeit gesunken, wodurch der Macintosh 128K im Vergleich zur Lisa nur noch einen Bruchteil des Geldes kostete. In nur 3 Monaten konnte Apple über 50000 Stück dieses Modells absetzen. Ein Riesenerfolg, der auch eine neue Ära in begründet. Aufgrund ihres Designs wurden diese ausgesprochen kompakten Modelle auch liebevoll als "Würfel" bezeichnet. Im gleichen Jahr verläßt Steve Wozniak auf eigenen Wunsch die Firma, da er sich mehr seinen Hobbys widmen will.

Auch Steve Jobs wollte 1985 nochmal was Neues machen und verließ Apple. Nicht ganz freiwillig, denn in diesem Jahr steckt die gesamte Branche (und natürlich auch Apple) aufgrund der Marktsättigung in echten Absatzschwierigkeiten. Aufgrund dieser allgemeinen Probleme, aber auch wegen einiger persönlicher Fehler hätte Steve Jobs sowieso mit einer Kündigung rechnen müssen. Sein Vermögen wäre ausreichend gewesen, um sich zur Ruhe zu setzen, aber das tun geniale Workaholics für gewöhnlich nicht. Anfang 1986 gründet er die Fa. NeXT und entwickelt - anfangs nur mit seinem eigenen Kapital - den revolutionären NeXT-Computer (NeXTstation, NeXT Cube). Zudem läßt er für seine NeXT-Modelle ein spezielles, auf UNIX basierendes Betriebssystem mit ausgefeilter GUI entwickeln, das als NeXTStep bezeichnet wird. Später investiert auch Ross Perot 20 Millionen Dollar in das NeXT Projekt.

Mit Jobs' Rückzug stürzte Apple in eine tiefe Krise, wobei nach Expertenmeinungen die dafür notwendigen Fehlentscheidungen noch unter Job's Führerschaft gefällt wurden. Der neue Geschäftsführer Sculley beschloß tiefgreifende Veränderungen. So ließ er einige Produktionsstätten schließen und rund 3000 Mitarbeiter entlassen Als weitere Maßnahme verringerte er die Ausgaben drastisch. Zudem hatte sich Apple in diesem Jahr eine kostspielige Klage gegen Microsoft geleistet, weil deren Windows der Apple Benutzeroberfläche zu sehr ähnelte. Doch diesen Prozeß verliert Apple und damit das Recht, als einziger Hersteller PC's mit einem GUI anbieten zu können. Erst als sich 1987 der Mac II (der este 32 Bit Mac) wieder gut verkauft (vor allem im DTP Bereich im Zusammenhang mit dem Apple Laserdrucker), erholt sich Apple finanziell wieder.

1989 kommen weitere 32Bit Mac's (mit Motorola 68030 und 68040) auf den Markt.
1990 bringt den ersten Apple Notebook mit der Bezeichnung Powerbook. 1993 hat Apple eine neue Idee, die der Zeit weit voraus ist. Der Newton wird auf den Markt gebracht, ein sogenannter Pen Computer ohne Tastatur, bedienbar mit einem Kugelschreiber-ähnlichem Stift und basierend auf dem ARM, einem energiesparendem RISC Prozessor (siehe auch: Acorn). Der Newton löst bei vielen anderen Herstellern (Palm, Compaq, Casio) eine Entwicklungswelle aus, ihm selbst bleibt der große Erfolg jedoch versagt.

1994 gehen die sogenannten Power Mac's an den Start. Damit wird das Ende der Motorola 680xx-Maschinen eingeläutet. 1996 macht Apple wieder 25 Millionen $ Gewinn. 1996 kehrt Steve Jobs zu Apple zurück, seine Firma NeXT wird durch Apple für 400 Millionen $ aufgekauft. 1997 gibt es eine wichtige Finanzspritze von Microsoft, die sich für 150 Millionen $ bei Apple einkaufen. Gleichzeitig wird ein Kooperationsvertrag zwischen den beiden Firmen geschlossen.

Heute ist Apple nur noch mit einem Marktanteil von rund 5% in Europa vertreten, obwohl eigentlich der gesamte Bedarf über die aktuelle Modellpalette abgedeckt wird ((Low-End-PC's (iMac), Notebooks bis zur High-End Workstation (G3, G4)) und mit dem Mac OS X ein neues, attraktives Betriebssystem für die Rechner existiert.