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John
H. Patterson gründet die Firma National Cash Register Company
1884 in Dayton (Ohio). Er hatte die erste mechanische Registriermaschine
erfunden und wollte sie natürlich vermarkten. Am Ende des Gründungsjahres
hatte die Firma bereits 16 Angestellte. 1906 entwickelt Charles
F. Kettering dann die erste Registriermaschine, die von einem Elektromotor
angetrieben wurde. Seine Kenntnisse bewies Kettering auch, nachdem
er zu General Motors gewechselt war und dort den ersten elektrischen
Anlasser für einen Cadillac konstruierte. Bereits 1911
hatte NCR weltweit 2.000.000 Stück seiner Registrierkassen
verkauft, wobei 50% der Aufträge bereits aus dem Ausland kamen.
Die Anzahl der Angestellten betrug jetzt 5900. Weitere Modelle wie
die 2000er Serie der Registrierautomaten wurden in verschiedenen
Versionen (u.a. für Banken, ab 1924 mit Anbindung an Lochkartenstanzer
zwecks Datentransfer zur EDV) erfolgreich verkauft. Diese Beziehung
von NCR zu Banken sollte traditionell werden.
Im 2. Weltkrieg wurde das japanische NCR verstaatlicht,
die Produktionsstätte in Berlin bei Luftangriffen zerstört.
Erst im Jahre 1952 erkannte NCR die rasanten Entwicklungen in der
Computertechnik, die natürlich auch in den Registrierkassen
verwendet werden konnten. Die Technologie wurde wurde von NCR zugekauft,
indem sie die Computerfirma CRC (Computer Research Corporation)
mit Sitz in Hawthorne (Californien) übernahmen. 1953 wurde
die Tochterfirma "NCR Electronics Division" gegründet,
mit dem Zweck der Erforschung und Entwicklung elektronischer Bauteile.
1957,
mit General Electric als Partner, konstruierte NCR mit dem Modell
304 den ersten transistorbasierten Mainframecomputer der Welt. Das
Nachfolgemodell 390 kam 1960. Dies war das erste preiswerte, in
Massen vermarktete Computersystem. Ein Jahr später folgte die
315, welche über 19 kbit Speicher verfügte und erstmasl
magnetische und gelöcherte Bänder als Massenspeicher zur
Verwaltung der Kundendaten benutzte. 1974 wurde die Firma in NCR
Corporation unbenannt. In den Jahren von 1978 bis 1980 übernahm
NCR verschiedene Firmen: Quantor Corporation (Microfiche), Comten
(Kommunikation) und Digital Data Systems (Computer Terminals). 1982
erschien mit dem Desktop Computer DecisionMate V ein heute legendärer
CP/M PC. Ein Jahr später brachte NCR eine weitere Besondertheit:
das vergleichswerte preiswerte Modell NCR Tower 16/32 mit UNIX als
Betriebssystem. Auf den IBM PC-Zug sprang NCR im gleichen Jahr auf
und konnte seine tradiotionell guten Geschäftsbeziehungen zu
den Banken nutzen, um relativ schnell einen hohen Marktanteil zu
erzielen.
1991 wurde NCR von AT&T übernommen. Ab
1993 produzierte AT&T auch Pentium PC's und Notebooks, doch
nur mit geringem Erfolg. 1996 entschloß sich AT&T zu einer
Wiederbelebung des Markennamens NCR. 1997 erfolgte der Neustart
als wieder selbständiges Unternehmen.
Das Kerngeschäft bilden heute Data-Warehouse-Lösungen,
die individuell angepaßt werden. NCR steckt immer noch tief
im Bankengeschäft, kann aber auch große Telekommunikationsfirmen,
Autokonzerne und Fluggesellschaften zu seinen Kunden zählen.
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