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Letzte Aktualisierung:
22-Mai-2008
Osborne Computer Corporation


Adam OsborneAdam Osborne wurde 1939 in Thailand geboren und verbrachte seine Kindheit, zusammen mit seinen britischen Eltern, in Indien. Im Alter von 11 verließ Adam Indien und zog nach England. Dort beendete er seine Schulausbildung und schloß 1961 als Chemieingenieur an der Birmingham University ab. Aber er blieb nicht in England. Seinen Doktortitel erwarb er in den USA an der Universität von Delaware. Anschließend arbeitete er für "Shell Oil" in Kalifornien.

Adam Osborne entwickelte schon früh Interesse an dem schnell wachsenden Computermarkt. Anfang der 70er Jahre begann er für den neuen Intelprozessor technische Dokumentationen zu schreiben. 1972 gründete er Osborne & Associates, die Handbücher für Computer verlegten, u.a. "The Value of Power" (eine Einführung in Computer). Von diesem Buch war Bruce van Natta von IMSAI so begeistert, daß er ein Exemplar jedem verkauften IMSAI Computer beilegte. So ermutigt, gründete Osborne seinen eigenen Verlag, der bis Ende der 70er Jahre über vierzig Bücher verlegte. 1979 wurde dieser Verlag aber an McGraw-Hill verkauft. Adam Osbore, inzwischen von der Wichtigkeit der Computer sehr überzeugt, hatte etwas neues im Blick.

Im März 1980 traf sich Adam Osborne mit dem derzeit arbeitslosen Lee Felsenstein. Dieser hatte bereits für Processor Technology Platinen entwickelt und wurde von Osborne davon überzeugt, eine neue Computerfirma zu gründen, die einen tragbaren Rechner entwickeln sollte. Nach Adam Osbornes Spezifikationen entwarf Felsenstein einen portablen Rechner, den Osborne 1. Dieser wog ganze 15kg und besaß einen 5" großen 52x24 Zeichen Bildschirm. Osborne sorgte auch dafür, daß der neue Laptop über entsprechende Software verfügte, darunter BASIC und CBASIC, WordStar und SuperCalc.

Osborne VixenDer Osborne 1 wurde April 1981 zum Preis von $1795 Dollar vorgestellt und war auf Anhieb ein großer Erfolg. September 1981 war der erste Monat für die junge Firma mit einer Million Dollar Umsatz und im zweiten Jahr nach Markteinführung wurden bereits 70 Millionen Dollar umgesetzt. 1982 sollte der Osborne Vixen den Osborne I ablösen. Aber alle Auslieferungstermine platzten (seitdem hießen derartige Produkte in der Branche "osborn a product") mit der Folge das keiner mehr den Osborne 1 kaufte und alle auf den neuen Rechner warteten. Als 1983 dann der Osborne Executive erschien - mit 128 K RAM, CP/M 3.0, 183 K Disks und 7" Monitor war es schon zu spät. Inzwischen gab es auch andere Firmen die Portable Computer im Programm hatten. Compaq bot den ersten PC Clone an - einen portablen Rechner, weil IBM dieses Marktsegment nicht abdeckte.

1983 erschien noch der Osborne Executive, der über etwas mehr Speicher und einen größeren Monitor als der Osborne 1 verfügte. Aber andere Firmen drängten ebenfalls auf den Markt und am 13.9.1983 mußte Osborne Konkurs anmelden. Nach dem Konkurs 1984 kehrte Adam Osborne in das Verlagswesen zurück und gründete Paperback Software International Ltd., ein Unternehmen, das sich auf das Verlegen günstiger Software spezialisierte. Anfangs lief die neue Firma auch recht gut, aber schon bald (1987) wurde sie von Lotus wegen Copyrightverstöße verklagt. Ab da gingen die Verkäufe stark zurück und obwohl Osborne versuchte, weiterhin Risikokaptital aufzutreiben, blieben weitere Investoren aus.

Im März 1990 trat Osborne als Präsident zurück (kurz zuvor wurde der Prozeß gegen Paperback Software wegen Copyrightverletzung eröffnet, wobei das Urteil zugunsten Lotus ausfiel). Nachdem er Paperback Software verlassen hatte, ging Osborne wieder nach Indien, wo er in eine Computerfirma investierte.