Ein Projekt der Gesellschaft für historische Rechenanlagen e.V.

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21-Nov-2014
Frühere VIC-Neuzugänge

Sol 20 Sol-20 von Processor Technology, Baujahr 1976, ein weiterer Meilenstein in der Sammlung. Zu dieser Zeit vielleicht das Modell am Markt, das am meisten als Heimcomputer ausgeprägt war. Denn im Gegensatz zu vielen anderen (wie Altair's und Imsai's) brachte er bereits Tastatur, einen seriellen und einen paralellen Port sowie einen Videoausgang mit. Composite Monitor anschließen (evtl. ein bisschen RAM reinstecken) und los gings.
Altair 8800 MITS Altair 8800a von 1976, eine Legende, ihm werden viele Rekorde nachgesagt. Viele davon stimmen nicht. Er war z.B. nicht der erste Personal Computer und auch nicht der erste Computer mit einem Mikroprozessor. Seine Weg zum Serienmodell jedoch war spannend, fast abenteuerlich (diese Stories können auf vielen US-Seiten nachgelesen werden). Was stimmt: er war die Hardware-Grundlage für die erste Microsoft Software (Basic). Gut erhaltene Exemplare des 8800(a) sind begehrte Sammlerobjekte, erhältlich praktisch ausschließlich in den USA. Hier das Innenleben des 8800a.
Altair 8800b (Turnkey) MITS Altair 8800b, der verbesserte Nachfolger. Wenig technische Änderungen, ein bisschen mehr RAM und eine verbesserte Optik. Lediglich die 'Turnkey'-Variante (sie folgte erst 1977) brachte ein Anpassung an den technischen Forstschritt, indem ein Boot-Loader automatisch einen Bootvorgang von einem externen Speichermedium (Kassettenrekorder oder Floppy Disk) einleiten konnte. 1977 wollte (verständlicherweise) niemand mehr einen Computer ausschließlich über die Front-Switches bedienen.
Altair 680 MITS Altair 680, die bekannteste unter den ersten Implementierung des Motorola/AMS 6800. Konnte ab 1976 als Baukit oder als fertiges Gerät geordert werden. Leichter und kompakter als sein Vorgänger Altair 8800 war er mit 1KB RAM sowie einem ordentlichen Netzteil ausgestattet. Zur Grundausstattung gehörte ebenfalls die Anschlußmöglichkeit eines seriellen Terminals.
IMSAI 8080 IMSAI 8080, ab 1976 ausgeliefert gilt der IMSAI - nach dem Altair 8800a - auch als der zweite in Serie produzierte Mikrocomputer überhaupt. Zudem ist er wahrscheinlich der erste Clone eines anderen Mikrocomputers (eben des Altair). Bekannt wurde der IMSAI durch seinen Auftritt im Film "War Games". Seine Bedienkonsole war mit den roten und blauen Funktionschaltern und den vielen Kontrolllampen netter gestaltet als die des Altair, zudem besass er ein stärkeres Netzteil. Der IMSAI (wie auch der Altair) konnte über 22 S-100-Bus Steckplätze mit kompatiblen Zusatzkarten aufgerüstet werden. Optional war zudem eine 8" Doppelfloppy-Einheit verfügbar.

Eine sensationelle Spende: originale Printouts der Quellcodes von CP/M 2.2, CP/NET 1.0 sowie ASM/86 der Firma Digital Research. Das mit Sicherheit seltenste Inventar meines Museums. 1980 vielleicht die am besten gehüteten Geheimnisse des damaligen Marktführers für Microcomputer-Betriebssysteme. Aussage des Vorbesitzers Reinhold Hohol: "Aus dem Programmierstil kann man immer noch viel lernen, alles sehr sauber und strukturiert. Von den DR Kunden in Europa haben damals nur Siemens (GWK in Karlsruhe) und noch einer in England (Apricot oder Sinclair) die Sources als Ergänzung zu den Lizenzen gekauft bzw. überhaupt verkauft bekommen". Ich bin sehr, sehr stolz, diese Zeitzeugnisse jetzt zu besitzen.
Heathkit H-8, ein legendärer früher 8Bit-Computer, der 1977 als Bausatz zum selbst zusammenlöten verkauft wurde. Heute gäbe es wahrscheinlich wieder viele Freaks, denen sowas Spass machen würde. In der Standardausstattung spartanisch mit nur 8K RAM und hexadezimaler Tastatur. Der Heathkit hatte es schwer, denn im gleichen Jahr kamen die Konkurrenten von Apple, Tandy und Commodore auf den Markt. Trotzdem fand der H-8 gerade im Profibereich seine Käufer.
Commodore 900, der Prototyp wurde auf der Cebit 1985 vorgestellt. Die ca. 500 hergestellten Exemplare wurden eigentlich nur an Entwickler ausgeliefert, doch auch interessierte und finanzkräftige Privatleute sind an diese im Detail sehr unfertigen Versionen gekommen. Der Vorbesitzer meines C900 hat damals seine gesamten Ersparnisse aufgewendet, um diese vergleichsweise preiswerte Unix-Maschine zu erwerben. Man muss wissen, das Unix-Computer damals im Bereich von umgerechnet 20.000 bis 30.000 EUR lagen. Als Betriebssystem zum C900 wurde ein speziell angepasstes Coherent Unix in der Beta-Version 0.7.3 mit ausgeliefert.
CorelDraw 1.2 Northstar Horizon Von 1978 bis 1983 von der gleichnamigen Firm NorthStar Computers Inc. (Kalifornien) gebauter, legendärer Microcomputer. Wie bei den meisten CP/M - Systemen dieser Zeit schlug auch im Northstar ein Herz in Form eines Zilog Z80. Angesprochen wurde der Northstar ausschliesslich über Terminals. Auf dem Foto sieht man unten die Northstar Zentraleinheit (wahrscheinlich eine der letzten aus dem Jahre 1983), darauf steht ein Terminal des Typs Intertube der Fa. Intertec (die auch den legendären Intertec Superbrain fertigte). Der Rechner wurde mir als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt.
CorelDraw 1.2 Obwohl diese Liste bisher Computern vorbehalten war nehme ich nun auch eine Software auf (das müsste jetzt wohl VIS für Very Important Software heissen). Eine deutsche CorelDraw Version 1 dürfte ein Highlite in meiner Softwaresammlung sein, jedenfalls ist sowas ausgesprochen schwer zu finden. Übrigens eine Spende von Uwe Kirchner. Komplett mit Lernvideo für die Einführung in die Bedienung und auf neun HD-Disketten untergebracht (wobei nur 3 für das Programm benötigt wurden, der Rest für Cliparts). Es setzte bereits die Installation von Windows 2.0 oder höher voraus.
Rockwell AIM-65 Rockwell AIM-65, erschienen 1977 als preiswerter Bausatz und als Fertiggerät. Am Markt beworben als "Microcomputer-Trainer". Diese Gerätetypen waren für viele damals die einzige Möglichkeit, preiswert zu einem Computer zu kommen. Ob die im AIM-65 verwendete 6502 CPU von Rockwell in Lizenz gefertigt wurde oder letztendlich von MOS stammt ? Übrigens, es wäre eine Sünde gewesen, dieses bildschöne Gerät mit aufgesetzter Abdeckung zu fotografieren.
Commodore KIM-1 Commodore KIM-1. Ab 1975 von MOS Technologies hergestellt gehört der KIM-1 zu einer Familie von Einplatinencomputern, die Mitte der 70iger Jahre recht verbreitet waren. Weitere populäre Mitglieder sind der AIM 65 (Rockwell, s.o.), der SYM-1 (Synertek). Zudem gab es mehrere gleichartige Modelle von Heathkit oder die in Deutschland zu Beginn der 80iger Jahre recht verbreiteten Mikro-Professoren von Multitech. Ich bin eben doch ein Commodore-Narr, sonst wäre ich nicht so stolz drauf, jetzt auch einen zu haben.
Wang 2200 SVP Die Wang 2200 SVP wurde mir von Gaby Chaudry vermittelt (Vielen Dank, Gaby). Nach Aussage von Experten ein relativ spätes Modell der 2200 Serie von Wang, dafür aber recht selten. Optisch befindet sie sich in einem gutem Zustand, wie auf dem Bild zu erkennen ist. Die bereits vorhandene Harddisk macht den Umgang mit der Maschine komfortabel. Leider sind weder Handbücher noch weitere Software vorhanden. Ich hoffe aber, noch einiges vom Vorbesitzer zu bekommen.
Heathkit H-89 incl. Doppelfloppy und Festplatte Heathkit H-89, erschienen 1980. Der letzte Computer, der unter diesem legendären Label verkauft wurde. Kurz danach wurde Heathkit von Zenith übernommen. Im Bild sieht man eine voll einsatzfähige, komfortable Konfiguration mit zusätzlichem Doppellaufwerk und einer 10 MB Festplatte späteren Baujahres. Das System bootet CP/M 2.2 von der Festplatte.
IBM 5120 IBM 5120. Diese Weiterentwicklung der legendären 5100 kam 1980 auf den Markt. Mit integrierten 8" FDD's, grösserem Monitor und mächtig schwer. Diesen Tischrechner bezeichnen viele Fachleute als IBM's ersten "Personal Computer" und nicht den wesentlichen populäreren 5150. Leider sind keine Handbücher mehr vorhanden.
Commodore MMF 9000 Commodore MMF 9000 (MicroMainFrame) oder auch als Super PET 9000 außerhalb Europas bezeichnet. Komplett mit Handbüchern, in gutem Zustand und natürlich funktionsfähig. Der MMF 9000 ist im Prinzip ein 8032, der mit einer Zusatzplatine (zwei Bords übereinander) um eine 6809-CPU erweitert wurde. Außer dem Prozessor 6809 und 64 KB RAM ist auch eine serielle Schnittstelle (6551).
Ur-C64 Commodore C64, vermutlich einer der wenigen Ur-C64, die bereits in Deutschland hergestellt worden sind. Technisch hat sich in der Folgeserie mit dem farbigen Typenschild nur wenig geändert. Dieser hier entspricht dem C64, wie er auch in allen Nachfolgemodellen der C64-Brotkastenform auf der Verpackung abgebildet ist. Der Rechner ist übrigens "Made in Germany" hat die Seriennummer 471.
Acorn Atom Acorn Atom, funktionsfähige und im Originalzustand befindliche Modelle sind rar. Meiner stammt von einem netten Holländer. Sogar die Originalverpackung und das Originalhandbuch sind noch vorhanden. Leider war kein Netzteil dabei. Nach dem werde ich mich wohl in Ebay auf die Suche begeben müssen.
ITT 3030 ITT 3030. Dieses Gerät mußte ich ankaufen. Das Geld tut mir jedoch nicht leid, denn das erworbene Modell ist mit der recht seltenen externen Festplatte ausgestattet. Das ist das, was diesen Computer überhaupt erst zur Rarität macht, denn der ITT 3030 war einer der ersten Personal Computer überhaupt, der ab Werk mit Festplatte ausgeliefert werden konnte. Zudem sind Tastatur und Monitor unbenutzt.
Olivetti Programma Olivetti Programma 101 Ein revolutionärer Tischrechner von Olivetti, vielleicht der erste Personal Computer der Welt. Basierend auf Transistortechnik war die P101 voll programmierbar. Die Programme konnten dabei zur Wiederverwendung auf Magnetstreifen abgespeichert werden. Dazu verfügte die Programma über einen integrierten Magnetkartenleser sowie einen Drucker.
Apple II

Apple ][, ich muß schon sagen, auf den mußte ich lange warten. Nicht weil er sooo selten wäre, aber die Sammlerpreise sind mittlerweile ganz schön happig. In den USA (wo sonst) habe ich schließlich einen erwischt, mit zwei Disk ][ und ein bißchen Software. Das Gerät ist funktionsfähig und optisch in einem gutem Zustand. Na also, das Thema Apple ][ ist abgehakt.

 

Apple II

Commodore 64DX, oder kurz C65. Ein legendäres Gerät. Keiner weiss sicher, wieviele davon produziert wurden. Auch wieviele heute noch existieren, ist nicht bekannt. Man kann aber von ca. 50 Stück weltweit ausgehen, vielleicht sind's auch noch ein paar mehr. Es gibt ja auch Leute, die nicht im Internet veröffenlichen, das sie im Besitz eines solchen Gerätes sind. Software gibt es nicht viel dafür, zudem ist das Gerät ein Prototyp und dementsprechend fehlerbehaftet. Daher: ein reines Sammlerstück.